#22 Es gibt immer Wege und Möglichkeiten/ Interview special mit der Schulsozialarbeiterin Nicole D.

Aktualisiert: 4. Nov. 2021


In diesem Blog erfährst Du:


✨ Was Schulsozialarbeit ist und was sie bewirken kann.

✨ Wo Du Hilfe bei Deinen Lebensthemen finden kannst, wenn Du Schüler bist.

✨ Was Du jetzt gleich tun kannst, wenn Du stress hast.

✨ Wo Du drei wirklich wirksame Übungen finden kannst, die Dich sofort wieder in die Ruhe bringen.


Ich habe im August zwei Wochen mit der lieben Nicole D. einen Stresspräventions-Workshop an einer Schule in NRW gegeben. Wir konnten hier 6 Klassen mit Infos und wirksamen Tools bereichern und haben wunderschönes Feedback bekommen. Es hat mir so viel Freude gemacht mein Wissen und meine Erfahrungen hier zusammen mit Nicole weiter zu geben und zu hören, wie es den Schülern mit Stress geht und was der/die eine oder andere schon für sich tut, um wieder in seine/ ihre Kraft zu kommen.


Nicole ist Sozialarbeiterin an einer Berufsschule. Sie begleitet jeden, der eine Unterstützung braucht im privaten, wie schulischen oder beruflichen Bereichen. Das kann alle Themen betreffen. Sie unterstützt die Schüler dabei Lösungen zu finden und arbeitet mit Methodik. Das ist meiner Arbeit als Coach sehr ähnlich, auch wenn wir in unterschiedlichen Feldern tätig sind und sie angestellt arbeitet, während ich selbstständig bin.


Nicole und ich kennen uns schon sehr sehr sehr lange und ich freue mich riesig wieder mit ihr in Verbindung zu sein und der Austausch mit ihr ist für mich eine große Bereicherung, persönlich, sowie beruflich. Wir werden sicher noch einige Projekte gemeinsam auf die Beine stellen und darauf freue ich mich sehr!


Hier ist das Interview mit Nicole, viel Spass dabei!



1. Was ist Schulsozialarbeit und was sind hier Deine Aufgaben?


Nicole: " Schulsozialarbeit stellt Schülern in der Schule sozialpädagogische Angebote zur Verfügung. Ich arbeite an einer Berufsschule mit gymnasialer Oberstufe und bin

Ansprechpartnerin für unsere Schüler, Rat suchende Eltern und Lehrkräfte.


Wichtig zu erwähnen ist, dass mein Beratungsangebot auf Freiwilligkeit beruht, was soviel bedeutet, dass die Schüler freiwillig von mir beraten werden möchten und nicht gezwungen werden, z.B. weil der/die LehrerIn das unbedingt möchte.


Alle Gesprächsinhalte unterliegen außerdem der Schweigepflicht und dürfen ohne das Einverständnis des Beratenden, nicht an Dritte kommuniziert werden.


Um individuell auf die Befindlichkeiten des Ratsuchenden einzugehen, findet mein Beratungssetting auch manchmal außerhalb meines Büros statt. Dann gehe ich mit den Schülern spazieren und wir quatschen einfach.


Neben der Einzelfallberatung, biete ich auch gruppenbezogene Projekte/Workshops an, die die Klassengemeinschaft fördern sollen. Zudem unterstütze ich bei schulischen Krisen und vermittle an spezielle Beratungsstellen weiter, sofern es erforderlich ist. Das vernetzen mit

externen Kooperationspartnern ist u. A. eine der vielen Aufgaben der Schulsozialarbeit.


Vor den Sommerferien, habe ich in Kooperation mit der Jugendhilfe und einem Filmteam aus Wuppertal ein Filmprojekt zu einem speziellen Thema umgesetzt. Dabei haben unsere Schüler/Innen als DarstellerInnen mitgewirkt und toll zusammengearbeitet.



2. Auf welches Alter triffst Du hier?


Nicole: "Das Durchschnittsalter der Schüler liegt zwischen 15 und 26 Jahren. Es gibt aber auch vereinzelt ältere Schüler an unserer Schule.“



3. Auf welche Themen triffst Du bei den Schülern besonders oft?


Nicole: "Also, besonders oft treffe ich auf Themen wie: Konfliktbewältigung,

Stress, Mobbing, Beziehungsprobleme, Schulprobleme und Drogenkonsum.



4. Wie gehst Du vor, um mit den Schülern Lösungen zu erarbeiten?


Nicole: "Ich arbeite Ressourcen- und Stärkenorientiert und suche bzw. erarbeite gemeinsam mit dem/der SchülerIn Lösungen für sein/ihr Anliegen. Dabei arbeite ich mit unterschiedlichen Methoden, wie z.B. das Skalieren. Das Skalieren ermöglicht den Schülern, ihre Wahrnehmung zu verfeinern, ihre eigene Haltung zu hinterfragen und neue Perspektiven zu finden.“



5. Was bedeutet Stress für Dich?


Nicole: "Bei mir ist es Tagesform abhängig. Wenn ich mal nicht gut drauf bin, dann fühle ich mich besonders bei Zeitdruck gestresst. Ich versuche dann entgegenzuwirken, indem ich

Prioritäten setze und überlege, was ich auch später erledigen kann."



6. Welche Erfahrungen hast Du mit Stress gemacht?


Nicole: "In der Schule ein Referat zu halten, war für mich der Stressfaktor Nummer 1. Mir war manchmal sogar schlecht vor Angst, was mich dann wiederum extrem blockiert hat. Ich habe

mir irgendwann selbst einen Schubs gegeben, weil ich für mich weiter kommen wollte. Dass

ich heute sogar an einer Schule arbeite und vor einer Klasse freiwillig spreche, grenzt schon fast an Ironie des Schicksals.


Aber ich muss zugeben, dass ich manchmal immer noch so aufgeregt bin, wie frührer in meiner Schulzeit. Umso schöner ist es, dass ich den Schülern von meiner persönlichen

Erfahrung berichten kann und erhoffe mir, dass ich sie dadurch stärken und ihnen Mut geben kann.



"Meine Vision ist es Schüler zu motivieren und ihnen Tools an di