#14 Wie Du in 4 Schritten vergeben kannst

Aktualisiert: 4. Okt. 2021

...und innerlich frei wirst.


In diesem Blog Artikel findest Du...


✨ was Vergebung eigentlich ist

✨ warum es so wichtig ist zu vergeben

✨ wie Du es schaffst zu vergeben

✨ welche Methoden es gibt

✨ Metta Meditation


Vergebung


Woran denkst Du, wenn Du das Wort Vergebung hörst? Vielleicht kommt Dir dazu eher ein Gefühl von Unbehagen hoch und gemischte Erfahrungen in den Sinn? Vielleicht steigen jetzt Sätze wie:

- "Ich muss es dem Anderen recht machen, wenn ich vergebe und meine Bedürfnisse bleiben auf der Strecke."

- "Ich gebe nach, wenn ich vergebe und das macht mich schwach."

- "Nur wenn der Andere mir sagt, dass es ihm leid tut, ist es auch bei mir wieder gut."

- "Vergeben ist etwas für Leute, die in die Kirche gehen."

- "Vergeben tut immer einer für einen anderen."


Was ist denn Vergebung nun wirklich?


Im Wort selbst steckt schon einiges drin, was es in Wirklichkeit bedeutet. Ver-geben

ist abgeben, loslassen. Ich gebe etwas ab, ich ver-gebe es. Und damit mache ich mich gleichzeitig frei. Frei von einschränkenden Gefühlen und belastenden Gedanken. Von negativen Einstellungen anderen gegenüber und mir selbst.


Für mich hat vergeben etwas mit einer inneren Haltung zu tun und einem umlenken der Gefühle. Wenn ich mich über jemanden ärgere, ist dieser Ärger in mir und "vergiftet" mich sozusagen ja selbst, weil er mir nicht gut tut. Ärger lässt mich verkrampfen, innerlich eng werden und schränkt mich stark ein oder lenkt mich sogar ab, sodass ich mich nicht mehr auf andere Dinge konzentrieren kann. Wenn ich also wütend auf jemanden bin, bin ich also die, die am meisten selbst davon ab bekommt.


Genauso ist es umgekehrt, wenn Du erwartest, dass ein anderer sich bei Dir entschuldigt, weil Du verletzt bist. Die Verletzung ist in Dir und egal was der andere tut, wohlmöglich, dass er sich bei Dir entschuldigt...wenn das nicht so ist wie Du es gern hättest, reicht es eh nicht... und wenn Du in Dir selbst nicht auch Ruhe und Vergebung herstellen kannst, wirst Du auch dann noch darauf herum kauen können, wenn der andere vor Dir auf den Füßen kriecht.


Es ist so wichtig zu vergeben...


weil Du sonst keinen Frieden in Dir selbst hast. Und wenn Du keinen Frieden in Dir hast, sind auch viele andere Dinge einfach nicht möglich und es ist so verschenkt, denn Du gehst durch Dein Leben mit Wut, Unzufriedenheit, Groll und schlechter Laune und gehst eigentlich gegen Dich selbst. Du kannst beim Anderen damit nichts bewirken, außer, dass Du Dich selbst einfach nicht gut fühlst.


Natürlich gibt es ganz schlimme Dinge, die jemand einem anderen antuen kann und natürlich ist das nicht richtig, schlimm und einiges auch dabei, was absolut vor Gericht kommen muss und gleichzeitig ist es auch hier wichtig, dass Du es für Dich loslassen kannst, weil Du Dir mit ständigen negativen Gefühlen über eine Situation oder einen Menschen selbst nicht gut tust und Dir das nicht helfen wird selbst frei und friedlich zu leben.

Es bewirkt sogar, dass Dich der/die andere damit noch immer irgendwie in Seiner/Ihrer Gewalt hat, denn Du gibst Ihm/Ihr das Recht in Deinen Gedanken und Gefühlen zu leben.


So kannst Du in 4 Schritten Verzeihen


1. Frage Dich vielleicht, zunächst:


- Was macht es mit mir, wenn ich über diese Situation/ diesen Menschen wütend/verletzt bin?


2. Entscheide dann ganz bewußt:


- Ich möchte verzeihen und meine Verletzung verarbeiten!


3. Wechsle die Perspektive:


- Was hat den anderen dazu veranlasst sich so zu verhalten? Was ist passiert, dass diese Situation entstanden ist?


4. Lasse bewußt los:


- Gehe in diese Akzeptanz/ Verständnis für den anderen und lasse das Gefühl von Liebe und Wertschätzung in Dir aufsteigen. Dehne es immer weiter aus und fühle die Weite, die dadurch in Dir entsteht. Gib es ab und vertraue.






Du kannst Vergeben...


- indem Du mit Dir selbst liebevoll umgehst und Dir erlaubst loszulassen.

- indem Du alles einer höheren Macht überlässt (...was auch immer das für Dich bedeutet. Das kann das Universum sein, die Mutter Erde, die Natur, Gott, Buddha, Jesus, Engel...oder eine andere Kraft, die sich für Dich richtig anfühlt und mit der Du Dich gut verbinden kannst).

- indem Du ein Ritual machst und ganz bewußt das, was Du mit dir trägst an den, der damit zu tun hatte, abgibst.

- indem Du innerlich eine Fantasiereise oder Meditation machst, wo Du die Person triffst und Ihm/ihr symbolisch etwas aus Deinem Herzen zurück gibst.


Eine der schönsten Wege um zu vergeben ist für mich die Metta-Meditation (Liebevolle Güte Meditation). Das ist eine Meditations-Technik von den 40 Techniken, die Buddha gelehrt hat. Ich kann damit in mir selbst durch 4 einfache Sätze so schnell wieder Liebe herstellen und einem anderen Liebe schicken. Dabei geht es um wohlwollende Wünsche für sich selbst und für den anderen. Diese Wünsche für fühlen und die Worte in Dein Herz sinken zu lassen ist so unfassbar heilsam und ich habe damit schon viel für mich auflösen können.


Metta Meditation so geht's


Ich habe Dir dazu ein audio aufgenommen, das Du Dir hier herunter laden kannst. Benutze es gerne, wenn Du Dich verletzt fühlst oder wütend auf jemanden oder Dich selbst bist. 🌩



1. Sage diese 4 Sätze zuerst zu Dir selbst. (Wiederhole jeden Satz zwei mal)