#11 Was es bedeutet aus dem Herzen heraus zu leben.

Aktualisiert: Mai 27


In vier Schritten zu mehr Weite in Dir.


Hallooohooo,


ich habe mich gerade gefragt, wie es Dir geht und wo Du gerade in Deinem Leben steckst.

Ich beschäftige mich zur Zeit sehr intensiv mit dem Thema "aus dem Herzen heraus zu leben", "auf zu machen", "sich zu zeigen", "ganz ich zu sein".

Liest sich super, doch was steckt eigentlich in der Tiefe dahinter?


Wie Du vielleicht weißt, gehe ich jetzt gerade meinen sehr eigenen Weg mit dem Aufbau von meinem Unternehmen mit Coaching und Yoga und habe mich dazu 2019, nebenberuflich, selbstständig gemacht. Das ist nicht über Nacht entstanden und auch nicht die Entscheidung dazu! Es war kein langfristig vorbereiteter Plan. Alles hat sich nach und nach so ergeben.


Ich habe einen etwas längeren Prozess hinter mir, der mit einer inneren Reise zu tun hat, die, gefühlt gerade erst anfängt. Lange, lange habe ich mir nicht erlaubt zu leben was in mir steckt und das hat sich sehr, sehr starr angefühlt.

Und obwohl ich schon immer alles getan habe, was ich wollte und das dann auch erreicht habe, entstand das aus einer ganz anderen Energie heraus als heut.


Ich habe lange beim Film gearbeitet und bin damals überzeugt gewesen, dass ich das tun wollte. Man könnte sagen, ich bin sehr gezielt vorgegangen und habe auch mein Studium bewußt nur dafür gewählt, weil es mir sinnvoll erschien, damit dann als Kostümbildnerin beim Film zu arbeiten. Ich wollte irgendwann einen Oskar gewinnen, für mein Kostümbild. Kreativ war ich schon immer, habe gemalt und genäht und damit hat mir meine Logik zugestimmt, dass das dann für mich die Erfüllung sein müsste!


Als ich an den Punkt kam, dass ich tatsächlich mein erstes Mal Kostümbild gemacht hatte und damit auch noch einen sehr guten Job abgegeben habe und alle mit mir und meiner Leistung glücklich waren, war ich die einzige, die zutiefst unzufrieden und unglücklich war. Das war mein erster Wendepunkt in meiner Suche "Aus dem Herzen heraus zu leben". Ich hatte auf einmal das Gefühl, dass dieser Wunsch, Kostümbildnerin zu sein, nicht von mir kam. Ich hatte die Erkenntnis, dass ich einer Vorstellung hinterher gelaufen war, die aus einem ganz anderen Wunsch entstanden war, nämlich, dass ich Anerkennung wollte. Dass ich jemand SEIN wollte. Dass ich die Vorstellung hatte, wenn ich einen Oskar gewinne, bekomme ich Respekt und Achtung und dann BIN ich jemand.


Das war super interessant! Ich hatte also ein Bedürfnis, etwas, was sich in mir als Mangel angefühlt hat und wollte das mit etwas im Aussen stillen. Als es soweit war, dass ich diese Anerkennung bekam, war es aber nicht befriedigend für mich. Ich war sogar noch unglücklicher und fühlte mich noch weniger wichtig, als zuvor.


Zu dem Zeitpunkt wußte ich: ich habe einen Mangel in mir selbst, den ich mir nur selbst geben kann und nichts da draußen wird mir diese Lücke ausgleichen können. Ich konnte beobachten, wie mich eine Vorstellung getrieben hatte und ein Konzept von "Erfolg"unserer Gesellschaft: "was man tun sollte" und nicht, "was fühlt sich gut an". Ich hatte irgendwie aus meinem Kopf heraus entschieden und war einem Konzept nachgelaufen, anstatt auf das zu hören, was mein Herz sagt, was ICH fühle und möchte.


Ich verurteile diesen Weg nicht, denn genau der war nötig um dahin zu kommen, das überhaupt zu verstehen! Ich war an dem Punkt auch eher überrascht und sehr neugierig über diese plötzliche Wendung. Es kam nicht aus meinem Kopf über das Denken zu mir, sondern tiefer aus mir heraus und plötzlich, ohne darüber gezielt nachgedacht zu haben. Es hat mich nicht frustriert, eher wach, klar und dankbar gemacht. Ich wußte einfach jetzt, da gehe ich nicht weiter.